Fussball ist Kunst

Ein Zugpferd kann nicht schaden, wenn man Kinder in ein Museum locken will.

Ivan Benito (Torhüter FC Aarau) im Aargauer Kunsthaus

Das Aargauer Kunsthaus macht viel für den Nachwuchs. Etwa mit dem Junior-Kunstverein, wo man Kindern und Jugendlichen mit speziellen Anlässen Kunst näher bringt. Die Junioren können zum Beispiel mit Stars Ausstellungen besuchen.

Im Bild sehen Sie Ivan Benito, damals Torhüter des FC Aarau, wie er mit Kindern zusammen Kunst auf sich wirken lässt. Weitere Bilder dieses Anlasses vom 7. April dieses Jahres finden Sie hier. Viel Spass beim Durchblättern.

Ivan Benito hat auf die neue Saison zum Grasshopper Club Zürich gewechselt. Da muss er sich nicht umgewöhnen, denn die meisten Feldspieler vor ihm könnten ohne Probleme Mitglied werden beim Junior-Kunstverein; das Durchschnittsalter bei den ‹Hoppers› beträgt nur gerade 22 Jahre.

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Capello und der Index

Fabio Capello scheint den Engländern Salz in die südafrikanischen Wunden zu reiben.

Capello Index Reloaded

Ende der vergangenen Premier League Saison ging die Website Capello Index erstmals online. Die Website ist das Kind von Fabio Capello und Chicco Merighi, einem Unternehmer in Sachen Digitale Medien. Grundidee des CI ist es, Fussballspieler anhand verschiedener Werte möglichst objektiv zu bewerten und alle Werte in einen sogenannten Capello Index zu verdichten. Anhand des Capello Indexes lassen sich so Spieler aus verschiedenen Ligen und Ländern vergleichen. So weit, so gut.

Unruhe gab es allerdings, als bekannt wurde, dass auch die Spieler der ‹Three Lions› mit dem Capello Index erfasst würden. Capello versicherte gegenüber der FA, solche Werte würden nicht publiziert und schon gar nicht mit seiner Zustimmung. Dummerweise gingen am Samstag die Werte dennoch online. Capellos Sohn Pierfilippo, Berater in dieser Sache, erklärte, dass das alles ein grosses Missgeschick sei, die Werte seien versehentlich online geschaltet worden und gleich wieder gelöscht worden. Bei den publizierten Zahlen hätte es sich auch nicht um die Werte durch seinen Vater gehandelt, Fabio Capello habe nur seine Einschätzungen mit dem Algorithmus des Capello Indexes vergleichen wollen.

Nun ja, das tönt alles wenig plausibel. Sicher ist, dass Fabio Capello damit seine Position zur Vertragsverlängerung mit der FA nicht gerade verbessert hat.

Ach ja, die Werte der Engländer aus dem letzten Gruppenspiel:
53.21 Glen Johnson
54.29 James Milner
54.50 Ashley Cole
55.45 Joe Cole
54.17 Aaron Lennon
57.14 David James
57.17 Gareth Barry
57.22 Steven Gerrard
57.50 Ledley King
60.48 John Terry
60.87 Matthew Upson
62.47 Jermain Defoe

Zum Vergleich der beste Spieler an der Weltmeisterschaft gemäss Capello Index:
68.95 Diego Forlan (Uruguay)

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Spanisches Restaurant

Vor einer Woche wurde Spanien Weltmeister. Damit ist klar, wo Tipper Constantin verköstigt wird.

Schon in den Gruppenspielen hat Tipper Constantin alles klar gemacht und sich einen soliden Punktevorsprung erarbeitet. In den K.O.-Runden war sein Sieg nie in Gefahr, im Gegenteil, zeitweise baute er seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten sogar noch aus. Constantin konnte es sich sogar leisten, die Halfinals und die Finals nicht mehr zu tippen.
In 64 Spielen 71 Punkte erzielt – das ist Spitzenklasse, ähh calidad superior natürlich!

Punktetotal von Tipper Constantin und des Zweitplatzierten

Eine Ehrenmeldung verdient auch Tipper Gaston, der bei den Achtelfinals gross auftrumpfte und mit 16 Punkten das beste Spieltagsergebnis im ganzen Tippspiel erzielte – es un campeón tambien!

Die Tipper gibt es wirklich; hinter Constantin verbirgt sich mein Schwager und Gaston ist sein Sohn, das Tippen liegt also in der Familie.

Jetzt geht es also in ein gutes spanisches Restaurant. Die spanische Küche ist ja bekannt für Meeresfrüchte, Constantin wird sich freuen!

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Der Schweizer Auftritt an der Fussball-Weltmeisterschaft …

… ist schnell erzählt. Drei Spiele, ein Tor, ein Sieg, eine Niederlage, ein Unentschieden, eine grosse Enttäuschung.

Entsprechend sah die Titelseite des Tages Anzeiger vom 26. Juni 2010, einen Tag nach dem Scheitern in der Gruppenphase aus.

Für andere dauerte der Auftritt wesentlich länger. Der Fussballweblog Pitch Invasion erzählt die Geschichte der Weltmeisterschaft anhand verschiedener Zeitungsfrontseiten. Eine wunderbare Idee!

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Ein schwieriges Spiel für Howard Webb

Hat Schiedsrichter Howard Webb seine Sache gestern gut gemacht? Auf der Suche nach Antworten.

Nigel de Jong tritt Xabi Alonso

Neben den Feiern ist das wohl das meistpublizierte Bild des WM-Finals zwischen den Niederlanden und Spanien. Schiedsrichter Howard Webb hat sich vermutlich vor dem Anpfiff zum Ziel gesetzt, das Spiel in Würde über die 90 oder 120 Minuten zu bringen. Dazu gehört sicher auch, auf Platzverweise zu verzichten, damit er sich nicht dem Vorwurf aussetzen muss, seine Aktionen hätten das Finalspiel zur Farce verkommen lassen.

Die holländischen Spieler haben seine guten Absichten durchkreuzt. Bereits das allererste Foul von van Persie an Busquets machte klar, die Elftal will das Spiel der Spanier zerstören. Webb sah sich gezwungen, eine Menge Gelbe Karten zu zücken. 5 waren es bis zur Pause und weitere 9 kamen in der zweiten Hälfte und der Verlängerung dazu, darunter die zweite gegen Johnny Heitinga. Aus meiner Sicht war jede dieser Karten berechtigt.

Hat Webb damit genug getan?

Mein erster Gedanke nach dem Spiel war, dass die Fouls von van Bommel an Iniesta, der Tritt de Jongs gegen Alonso und der Tritt Sneijders gegen Iniesta zwar alles rotwürdige Tätlichkeiten waren, Webb aber die dem Anlass angemessene Milde walten liess und so das Kräfteverhältnis nicht zerstörte. Einen Tag später denke ich anders.

Van Bommels und de Jongs Foul müssen mit Rot bestraft werden, WM-Final hin oder her. Der Schiedsrichter hat in meinen Augen nicht nur die Durchsetzung der Regeln, sondern auch den Schutz der Spieler als Aufgabe. Beides hat Webb in diesen Situationen vernachlässigt.

In den Laws of The Game steht unter REGEL 12 – FOULS UND UNSPORTLICHES BETRAGEN:

Feldverweiswürdige Vergehen
Ein Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler wird des Feldes verwiesen, wenn er eines der folgenden sieben Vergehen begeht:
• grobes Foulspiel,
• Tätlichkeit,
• Anspucken eines Gegners oder einer anderen Person,
• Verhindern eines Tors oder Vereiteln einer offensichtlichen Torchance des Gegners durch absichtliches Handspiel (gilt nicht für den Torwart im eigenen Strafraum),
• Vereiteln einer offensichtlichen Torchance für einen auf sein Tor zulaufenden Gegenspieler durch ein Vergehen, das mit Freistoss oder Strafstoss zu ahnden ist,
• anstössige, beleidigende oder schmähende Äusserungen und/oder Gebärden,
• zweite Verwarnung im selben Spiel.

Ein Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler, der des Feldes verwiesen wird, muss die Umgebung des Spielfelds und die technische Zone verlassen.

Das ist eigentlich glasklar.

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Reds v G’Hopper

Liverpool spielt ein Freundschaftsspiel gegen die Grasshoppers!

Liverpool FC v Grasshopper-Club Zürich, 21. Mai 2010 19:30 Hertiallmend Zug (Switzerland)

Dieses Spiel lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Selten genug sieht man in der Schweiz ein Team der Premier League auflaufen. Das Aufeinandertreffen zwischen den ‹Reds› und den ‹Hoppers› gab es schon vor vier Jahren. Damals siegten die Grasshoppers mit 2:0.

Freuen wir uns also auf Torres, Gerrard und den neuen Trainer Roy Hodgson, der in der Schweiz kein Unbekannter ist. Unter ihm spielte die Schweizer Nationalmannschaft gut wie nie und zeigte an der Weltmeisterschaft 1994 in den USA wunderbaren Fussball. Welcome back!

Das Spiel findet am Mittwoch, 21. Juli 2010 in der Hertiallmend in Zug statt. Anpfiff ist um 19:30 Uhr. Tickets gib es hier.

G’hopper? So nennt Liverpool seinen Gegner.

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England im Final?

Steht in Südafrika doch noch ein Engländer im Final?

Howard Webb RefereeHeute hat die FIFA die Schiedsrichter für die beiden Halbfinals ernannt. Das Spiel zwischen Uruguay und Holland wird vom Usbeken Ravshan Irmatov geleitet; Deutschland gegen Spanien wird vom Ungarn Viktor Kassai gepfiffen.

Neun der ursprünglich 19 Schiedsrichter sind bereits aus Südafrika abgereist, unter ihnen Massimo Busacca. Irmatov und Kassai kommen für den Final nicht mehr in Frage; es bleiben also noch acht Schiedsrichter für das letzte Spiel. Damit steigen die Chancen für Howard Webb. Der englische Ex-Polizist hat bis jetzt keinen Fehler gemacht und seine Partien souverän geleitet, was man nicht von allen Schiedsrichtern behaupten kann. Am Donnerstag oder Freitag gibt die FIFA die beiden letzten Schiedsrichter bekannt.

Letztmals hat 1974 ein Engländer einen WM-Final gepfiffen. Jack Taylor leitete damals das Spiel zwischen Holland und der Bundesrepublik Deutschland (1:2). Ich bin gespannt, ob Howard Webb die Neuauflage arbitrieren wird.

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Erster Gewinner der Weltmeisterschaft

Nach den Viertelfinals steht der erste Sieger fest: Tipper Constantin!

Constantin weiss es besser, viel besser!Noch vier Spiele fehlen bis zum Turnierende in Südafrika, doch ein Sieger steht bereits fest. Tipper Constantin weist im Tippspiel einen uneinholbaren Vorsprung von 13 Punkten auf den zweitplatzierten JokoPfister auf.
In den 60 bis jetzt gespielten Partien hat Constantin sagenhafte 71 Punkte erzielt; einfach fabelhaft!

Ich bin von anderen Tippern gefragt worden, ob es diesen Constantin tatsächlich gebe und wer das sei. Ja, es gibt diese Person tatsächlich und ich bin mir ihr indirekt verwandt. Mehr verrate ich vorderhand nicht.

Jetzt geht es noch um das Restaurant. Wo wird das Preisträger-Essen stattfinden? Ich muss mich wohl langsam umsehen, wo sich die uruguayischen Restaurants in meinem Umfeld befinden.

Christian Constantin betreibt ein Architekturbüro im Kanton Wallis. Bekannt ist der ehemalige Torhüter des FC Lugano vor allem als exzentrischer Präsident des FC Sion, wo er in erster Linie mit Trainerwechseln auffällt.

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Come on Capello

Nach dem blamablen Ausscheiden der Engländer steht Trainer Fabio Capello in der Kritik.

Die falschen Spieler mitgenommen, Terry zu fest in den Senkel gestellt, Terry zu wenig in den Senkel gestellt, mangelnde Kommunikation mit den Spielern, stures 4-4-2, falsche Auswechslungen, stures Regime zwischen den Spielen, zu viel Nachsicht mit Barry – Fabio Capello hat eigentlich alles falsch gemacht, wenn man einem Teil der englischen Presse glauben will.

Dieser Trainer muss also weg. Weg wie Eriksson, weg wie Pearce. Alles Nichtsnutze.

Hi Ho Come On England John Leyton and The OrientsZum Glück gibt es auch andere Stimmen, deren Meinung ich absolut teile. Capello war das Beste seit langem, was dem englischen Fussball passieren konnte und Capello muss Trainer bleiben. Sicher muss sich auch Capello fragen, was er hätte besser machen können. Dass die ‹Three Lions› von vier Spielen in Südafrika nur gerade eines gewinnen konnten und dass nur eines von den drei Toren durch einen Stürmer erzielt wurde, ist aber nicht alleine Capellos Fehler.

Man kann immer über Nominationen diskutieren, aber Capello hat grundsätzlich die besten Spieler Englands in das Team aufgenommen. Leider hatten von diesen 23 Spielern viele eine durchzogene Saison zu verzeichnen. Rein englischer Fussball weist zur Zeit nicht die Qualität auf, die ihm die Presse vor der Endrunde zugeschrieben hatte.

Henry Winter vom Telegraph hat heute einen bemerkenswerten 10-Punkte-Plan zusammengestellt, was im englischen Fussball verändert werden muss, damit 2014 die Chancen besser stehen:

1. Das nationale Fussball-Zentrum Burton endlich bauen
2. In Jugendarbeit investieren
3. Die Winterpause einführen, damit sich die Spieler erholen können
4. Kreative Spieler fördern
5. Mehr Fussball-Experten in der Football Association einsetzen
6. Vermehrt leistungsabhängige Saläre einführen
7. Sportunterricht in Schulen fördern
8. Mehr englische Spieler in den Premier League Teams durchsetzen (6+5)
9. Wembley-Stadion an eine Veranstaltungsagentur verkaufen
10. Englische Spieler an möglichst vielen Turnieren spielen lassen

Henry Winter; World Cup 2010: 10 ways to save English football

Ich füge noch einen weiteren Punkt an:
11. Capello behalten

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Thirty years of hurt

Baddiel Skinner Three Lions 1996Everyone seems to know the score
They’ve seen it all before
They just know
They’re so sure
That England’s Gonna throw it away
Gonna blow it away
But I know they can play
‘Cause I remember…

Three Lions on a shirt
Jules Rimet still gleaming
Thirty years of hurt
Never stopped me dreaming
.

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