Pearce darf nicht mehr, Jewell will nicht mehr

Kaum ist die Premier-League-Saison zu Ende, dreht sich auch schon das Trainerkarussell: heute in Manchester und Wigan.

Gut zwei Jahre, nachdem er das Amt von Kevin Keegan übernommen hatte, wurde Stuart Pearce als Coach von Manchester City entlassen. Der Grund liegt einerseits sicher in seiner Erfolglosigkeit, könnte aber auch mit einer geplanten Übernahme des Clubs zu tun haben. Thailändische Investoren sollen interessiert sein.

Pearce hatte einen guten Start mit den Blauen aus Manchester; er verpasste die Qualifikation für den UEFA-Cup nur um ein Tor. Aber in seiner ersten vollen Saison erreichte er nur Platz 15; und dieses Jahr sieht es mit Platz 14 nur mathematisch besser aus. Zudem machte ManCity leider immer wieder mit der Disziplinlosigkeit seiner Spieler Schlagzeilen: Ben Thatcher (Ellbogen-Attacke auf Pedro Mendes), Michael Ball (Tritt gegen Cristiano Ronaldo) und Joey Barton fielen besonders negativ auf.

Eigentlich würde ich Pearce gern in Schutz nehmen, denn ich mag seine ehrliche Art, aber wenn sein Team in der ganzen Saison nur 29 Tore schiesst (10 davon zu Hause), ist das schon sehr dürftig. Und die sechs Niederlagen in Folge zum Saisonabschluss haben dem 45-Jährigen auch nicht geholfen. Er wird sein Glück bei einem anderen Club suchen müssen.

Die Meldung aus Manchester war keine Überraschung – die aus Wigan aber schon: Paul Jewell gab nicht einmal 24 Stunden, nachdem er mit den ‹Latics› knapp den Liga-Erhalt geschafft hatte, seinen Rücktritt bekannt. Man konnte sich kaum vorstellen, dass Jewell das grundlos tun würde, und die Vermutung lag nahe, dass er einen neuen Job in Aussicht hat – zum Beispeil bei Manchester City. Jewell verneint aber und erklärte auf der Club-Website:

Ich habe diese Entscheidung schweren Herzens getroffen, aber es ist Zeit für mich, eine Pause einzulegen. Die Intensität des Fussballs auf diesem hohen Niveau ist sehr aufreibend. Ich würde den Chairman, meine Spieler und die Fans betrügen, wenn ich weitermachen würde, ohne die Energie und Hingabe aufbringen zu können, die es braucht, um auf diesem Level zu bestehen.

Er habe keine andere Stelle im Auge, sondern benötige einfach eine fussballfreie Zeit, um sich zu erholen, betonte der 42-Jährige. Sechs Jahre war er bei Wigan und führte den unscheinbaren Club von der League One in de Premier League. Der Abstiegskampf habe ihm in den letzten zwei Monaten ziemlich zugesetzt, bestätigte Chairman Dave Whelan, der Jewell letztes Jahr einen lebenslangen Job bei den ‹Latics› angeboten hatte. Als Nachfolger wurde bereits Jewells Assistent Chris Hutchings bestätigt.

Ich hoffe, Jewell erholt sich schnell, langweilt sich bald und übernimmt in absehbarer Zeit einen neuen Club.

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