Minimalziel für die ‹Three Lions›

Rund 100 Tage vor Beginn der WM hat Fabio Capello heute das Minimalziel für England vorgegeben.

Fabio Capellos aktuelle Brille: Zero rh 136

Mindestens in das Halbfinale wolle man vorstossen, gab Capello am Laureus World Sports Awards in Abu Dhabi bekannt. Man könne alle Teams schlagen und zum Endspiel meinte er:

«I hope to play against Italy in the final
but my shirt at that moment will be an England shirt.»

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Kalte Dusche für Liverpool

Gestern schrieb Wigan Athletic Klubgeschichte. Zum ersten Mal überhaupt besiegte man die ‹Reds›.

Wigan AthleticWigan Athletic gelang gestern die Überraschung der Runde: Die ‹Latics› schlugen zuhause Liverpool durch ein Tor Rodallegas in der 35. Minute mit 1:0. Liverpool zeigte sich zwar bemüht und hatte etwas mehr Spielanteile, aber es gelang ihnen wenig Konstruktives. So hielt es gegen Spielende niemanden mehr auf den Sesseln, denn man erlebte den ersten Sieg gegen die ‹Reds› seit der Clubgründung im Jahr 1932.

Wigan verschaffen die wichtigen drei Punkte etwas Luft im Abstiegskampf. Typischerweise benötigt ein Team mindestens 35 Punkte, um nicht abzusteigen und Wigan liegt jetzt bei 28 Punkten. Das sieht also gut aus.

Weniger gut sieht es dagegen für Liverpool im Kampf um Platz 4 aus. Nach Verlustpunkten liegen die ‹Reds› mindestens vier Punkte hinter allen direkten Konkurrenten und es warten noch die Spiele gegen Manchester United und Chelsea.

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Brasilianischer Feinschliff

Südafrikas Nationalmannschaft braucht ein Wunder, um die Gruppenspiele zu überstehen. Jetzt wird in Brasilien der Feinschliff geholt.

Die ‹Bafana Bafana› liegen im FIFA-Weltrangliste auf Platz 81. Mit Frankreich (Rang 7), Mexiko (Rang 15) und Uruguay (Rang 19) warten diesen Sommer schwere Gruppengegner. Wie soll man da das Achtelfinale erreichen?

Jetzt hat Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira seine Beziehungen spielen lassen. Er und die ‹Jungs› sind in sein Heimatland Brasilien abgereist, wo man sich einen Monat lang intensiv auf die Weltmeisterschaft vorbereiten will. Die Nationalmannschaft wird Freundschaftsspiele gegen die vier brasilianischen Clubs Volta Redonda, Fluminense, Cruzeiro und Botafogo sowie gegen Paraguay austragen. Anschliessend reisen Parreira und seine 29 Spieler nach Deutschland für ein zweites Trainingslager.

Die Trainingslager sind wohl nötig, denn letzte Woche trennten sich Südafrika und Namibia mit einem unbefriedigenden 1:1.

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Dreikampf

Das Titelrennen in der Premier League ist völlig offen. Jetzt sind die Prognose-Experten gefordert.

Noch zehn Runden waren am Samstag in der Premier League zu spielen und der wieder enger gewordene Abstand zwischen den drei Spitzenteams Chelsea, Manchester United und Arsenal sorgt für Spannung in der Schlussphase.

Tony Cascarino hat für die Times Online einen Blick in die Kristallkugel geworfen und den Ausgang der verbleibenden Spiele für die drei Teams prognostiziert. Fazit: Es bleibt alles beim Alten; alle Teams holen je 19 Punkte und Chelsea wird Meister.

Tony Cascarino Premier League 2009/2010 Prognose

Die vollständige Prognose finden Sie hier (pdf, 1 MB). Cascarinos erste zwei Vorhersagen (Manchester United siegt auswärts bei den Wolves und Arsenal schlägt zuhause Burnley) waren korrekt, aber auch nicht sonderlich schwierig. Das Schlüsselspiel ist sicher die Partie zwischen Manchester United und Chelsea am 3. April 2010, für die Cascarino ein Unentschieden prognostiziert.

«We’ll see», wie wir Experten gerne sagen …

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Zweitsport (II)

Herr C fährt schon wieder Ski. Diesmal eine ganze Woche.

Blick von der Berghütte Fuorlca Surlej Richtung Bernina-Gruppe

Wenn die Sonne scheint, der Schnee gut ist und sich nur wenige Leute auf den Pisten tummeln, dann gibt es einfach nicht Schöneres als Ski fahren.

Ausser vielleicht noch eine Mittagsrast in der Berghütte Fuorcla Surlej mit dem Blick auf die Bernina-Gruppe. Klicken Sie ruhig aufs Bild.

The Home of Football meldet sich ab nächstem Montag wieder.

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Westminster-Wahrheiten

Am kommenden Sonntag findet der 50. Final des Football League Cups statt. Politiker nutzen die Gunst der Stunde.

Clock Tower WestminsterParlamentsmitglied Alan Keen hat eine sogenannte Early Day Motion eingereicht.

Bei einer solchen Motion steht nicht die politische Debatte im Vordergrund, sondern der Urheber äussert sich zu einem beliebigen Thema und sucht dabei die Unterstützung anderer Parlamentsmitglieder.

Was genau will Alan Keen?

(EDM 895) 50. Jahrestag des League Cup Wettbewerbs

23.02.2010, Keen, Alan

Möge dieses Haus (Keen ist Mitglied des Unterhauses) der Football League zum 50. Jahrestag des League Cups gratulieren; möge es anerkennen, dass kein anderer Wettbewerb so wirkungsvoll die Werte des Fussballs in England und Wales verbreite; möge es das wachsende Interesse am diesjährigen Wettbwerb und die angestiegenen Besucherzahlen anerkennen und möge es den Fans von Aston Villa und Manchester United die Freude am historischen Carling Cup Final im Wembley am 28. Februar 2010 gönnen.

Bereits 20 Mitglieder des Unterhauses haben die Motion Keen unterzeichnet. Auch Gordon Brown weiss natürlich um die Bedeutung des Fussball. In einem Interview (Shortlist Magazine, ab Seite 34) bekannte er, dass er gerne Fussballtrainer geworden wäre, schliesslich sei es eine grossartige Sache, Leute zu führen und ein starkes Team zu formen. Er würde auch die englische Nationalmannschaft unterstützen – ausser wenn sie gegen Schottland spiele. Gordon Brown stammt aus Glasgow, ist also Schotte.

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Graham und die Griechen

Wer braucht schon Weltmeisterschaften, wenn 2010 ein wirklich wichtiges Spiele stattfindet?

Graham Taylor, Trainer der GriechenAm 9. Mai 2010 kommt es zum philosophischen Spitzenspiel. Im Harry Abrahams Stadion in London treffen die Socrates Wanderers auf Nietzsche Albion. Für die beiden Teams werden englische Philosophen und Komiker auflaufen.

Das Team der griechischen Philosophen konnte mit Graham Taylor, dem ehemaligen englischen Nationaltrainer, einen ausgewiesenen Experten als Trainer verpflichten. Taylor ist sich der Bedeutung seiner Aufgabe vollumfänglich bewusst: «Ich bin sehr bewandert, wenn es um den taktischen Zweifel geht. Schärfen muss ich meinen Zugang zu metaphysischen Fragen.»

Auf der Gegenseite nimmt Philosophieprofessor Anthony Grayling auf der Trainerbank Platz. Er will unbedingt Revanche für die Schmach von 1972: «Ich bin sehr zuversichtlich für das Spiel. Wir Neuzeitlichen wollen diesen Antiken eine richtige Abreibung verpassen – Taylor hin oder her.»

Das Spiel, das geleitet wird vom Philosophen Nigel Warburton, ist eigentlich ein Wiederholungsspiel eines Monty-Python-Klassikers aus dem Jahre 1972, bei dem die Griechen die Deutschen mit einem Tor im letzten Moment 1:0 bezwingen konnten.

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Vier für Vier

Der Kampf um den vierten Platz in der Premier League wird enger.

Wird Aston Villa Vierter?Die vergangene Runde in der Premier League bot den Verfolgern auf das Spitzentrio Gelegenheit, Punkte gutzumachen. Aston Villa zeigte sich zuhause gegen Burnley torsicher. Zwar geriet man 0:1 in Rückstand, aber 5 Tore durch die ‹Villans› machten die Stärkeverhältnisse mehr als klar. Auch Tottenham gab sich auswärts gegen Wigan keine Blösse und gewann diskussionslos mit 0:3.

Damit ist der Kampf um den vierten Platz voll entbrannt. Die vier Clubs, die für den vierten Platz in Frage kommen, Tottenham Hotspur (Rang 4 mit 46 Punkte), Manchester City (5. Rang, 46 Punkte), Liverpool (6. Rang, 45 Punkte) und Aston Villa (7. Rang, 45 Punkte) trennt nur gerade ein Punkt. Everton auf dem 8. Platz weist mit 38 Punkten wohl bereits einen zu grossen Abstand auf, um auch noch in den Kampf um den letzten Qualifikationsplatz für die Champions League 2010/2011 einzugreifen.

Betrachtet man das Restprogramm der vier Clubs, dann hat Manchester City wohl die schlechtesten Karten: Die ‹Citizens› spielen zuhause gegen die ‹Spurs›, gegen Manchester United gegen und den Direktkonkurrenten Aston Villa. Zudem müssen sie auswärts gegen Chelsea und Arsenal antreten. Das wird an die Substanz gehen. Ähnlich hart gefordert wird Tottenham Hotspur. Die ‹Spurs› spielen noch gegen die drei Teams vor ihnen und gegen Manchester City.

Aston Villa scheint die leichteste Aufgabe zu haben, zumal sie ein Spiel weniger aufweisen. Man spielt auswärts gegen Chelsea und zuhause gegen Manchester City. Alle übrigen Spiele tragen die ‹Villans› gegen Teams aus, die in der Tabelle hinter ihnen liegen.

Chelsea kommt im Kampf um den Platz 4 eine besondere Rolle zu, denn die ‹Blues› spielen noch gegen alle vier genannten Teams. Für Spannung ist also gesorgt.

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Portsmouth in ernsten Schwierigkeiten

Sehen wir heute gegen Stoke das Abschiedsspiel des FC Portsmouth?

FC Portsmouth Die Zeit läuft ab. ‹Pompey› steckt in allergrössten Schwierigkeiten. Schulden in der Höhe von £70 Mio., keine flüssigen Mittel und man liegt abgeschlagen am Ende der Tabelle.

Gestern hat zudem die Premier League das Gesuch des praktisch bankrotten FC Portsmouth abgelehnt, ausserhalb der Transferperiode Spieler verkaufen zu dürfen, um an dringend benötigtes Frischgeld zu kommen.

Portsmouth wird wohl dem Konkurs nur entgehen können, wenn der Club die £22 Mio auftreiben kann, die er braucht, um die Saison anständig abzuschliessen. Genau diesen Nachweis muss er am 1. März vor Gericht erbringen. Im Gespräch ist ein neuer Besitzer, der fünfte diese Saison (!), der bereit wäre, die Schulden zu übernehmen. Das sind aber Gerüchte.

Viel eher geht der Club into administration, er wird also zwangsverwaltet, um zu retten, was noch zu retten ist. Dieser Vorgang wird standardmässig von einem 9-Punkte-Abzug durch die Premier League bestraft, ‹Pompey› läge dann statt mit 16 mit 7 Punkten am Tabellenende.

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Everton in der Champions League?

Spielen bald mehr Teams um die englischen Champions-League-Startplätze?

Richard Scudamore hat eine IdeeDie ersten Drei in der Tabelle sind direkt qualifiziert für die Teilnahme an der Champions League, der vierte Platz berechtigt zur Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League.

An einer Besprechung am 4. Februar überraschte Richard Scudamore, der CEO der Premier League, die Clubs mit dem Vorschlag, dass am Schluss der Saison die Plätze 4, 5, 6 und 7 den vierten Teilnehmer an der Champions League im Play-Off-Modus ermitteln sollen. Scudamore hofft damit, die Vorherrschaft der ewiggleichen Top Four (Manchester United, Chelsea, Liverpool und Arsenal) zu durchbrechen und den Clubs aus dem oberen Mittelfeld der Tabelle die Teilnahme an der Champions League zu ermöglichen.

Die Top-Four-Trainer halten nicht viel vom Vorschlag. Kein Platz im engen Terminkalender, so Rafa Benitez; die Premier League ist interessant genug, meint Arsène Wenger.

Die meisten anderen Clubs sind natürlich sehr angetan vom Vorschlag. An der nächsten Besprechung im April 2010 wird das Thema nochmals diskutiert und wenn Scudamore 14 der 20 Clubs hinter sich scharen kann, könnte der Play-off-Modus eingeführt werden.

Ich halte den Modus für extrem unsportlich. In den letzten Saisons lagen zwischen dem vierten und dem siebten Platz meistens 16 bis 19 Punkte. Wieso sollte ein Top-Team, das eine ganze Saison lang gut gespielt hat, um die Früchte seines Erfolgs gebracht werden, nur weil im Play-off das entscheidende Spiel verloren geht?

Der Everton-Trainer David Moyes ist einer, der von den Play-offs profitiert hätte, denn Everton hätte unter ihm fünfmal in den Play-offs mitspielen können. Aber Moyes möchte die Premier League nicht entwerten:

«While it might be quite exciting, we play 38 Premier League games and that is where you should be judged …»

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