Die Prognose zur Runde 3

Heute Samstag und morgen Sonntag wird in der Premier League die dritte Runde gespielt. So gehen die Spiele aus. Vielleicht. Wenn ich weniger als 10 richtige Sieger getippt habe, spende ich etwas für den englischen Nachwuchs.

Blackburn v Arsenal 0:1
Der körperbetonte Fussball der heimstarken Rovers liegt den ‹Gunners› gar nicht. Das gibt wenige Tore; ein 1:1 wahrscheinlich. Aber ich bin ja Arsenal-Anhänger, also endet das Spiel mit einem Tor Van Persies auf Pass von Fabregas mit 0:1.

Blackpool v Fulham 1:2
Das erste Heimspiel für die ‹Seasiders› in der Premier League wird wohl zum Fest für die Fans. Auf dem Platz überzeugen aber die formstarken ‹Cottagers›.

Chelsea v Stoke City 4:0
Die Maschine Chelsea läuft wie geschmiert. Stoke kann dem Angriffswirbel nichts entgegensetzen und die ‹Blues› bauen ihre Spitzenposition aus.

Tottenham v Wigan Athletic 2:0
Im Spiel gegen die Schweizer Young Boys unter der Woche haben die ‹Spurs› das Torschiessen wieder entdeckt. Sie werden Wigans bösen Start in die neue Saison verlängern.

Wolverhampton v Newcastle 1:1
Die ‹Wolves› sind nach Newcastles 6:0-Sieg gegen Aston Villa gewarnt und sorgen für ein ausgelichenes Spiel.

Manchester United v West Ham 4:0
Eine klare Sache, denn die ‹Hammers› stecken nach zwei Runden bereits im Abstiegskampf. Die ‹Red Devils› müssen etwas für das Torverhältnis tun, um den Anschluss an die Spitze zu halten.

Bolton v Birmingham 1:0
Die beiden Teams schätze ich etwa gleich stark ein; wegen des Heimvorteils resultiert ein Sieg für das Team von Trainer Owen Coyle.

Liverpool v West Brom 2:0
Die ‹Reds› brauchen dringend Punkte, um vom 17. Platz wegzukommen. Da kommt Aufsteiger West Bromwich Albion gerade im richtigen Zeitpunkt.

Sunderland v Manchester City 0:2
Die ‹Citizens› sind gut gestartet, die Ambitionen des Team sind klar erkennbar. Das bekommt Sunderland deutlich zu spüren.

Aston Villa v Everton 1:0
Wie gut hat Villa die Kanterniederlage gegen Newcastle und das Aussscheiden in der Europa-League-Qualifikation weggesteckt? Reicht das für einen Sieg gegen die schwach gestarteten ‹Toffees›? Ich hoffe doch sehr.

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SC Freiburg v FC St. Pauli

Engländer lieben die Bundesliga. Höchste Zeit also für einen Besuch vor Ort.

SC Freiburg v FC St. Pauli 1:3

Von meinen Wohnort aus erreiche ich Freiburg im Breisgau in 1 Stunde und 45 Minuten und vom Bahnhof sind es nochmals knapp 30 Minuten bis zum Dreisam-Stadion des SC Freiburg. Gestern besuchte ich mit einigen Kollegen deren erstes Spiel in der neuen Bundesliga-Saison. Gegner war der Aufsteiger FC St. Pauli, dessen Anhänger auf ihren T-Shirts überall verkündeten “Wir spielen in einer anderen Liga”. Die Vorfreude und das heisse Wetter trugen zu einer tollen Atmosphäre rund ums Stadion bei. Die Pauli-Fans sangen sich schon lange vor Spielbeginn ein und die Anhänger des SC Freiburg liessen kurz vor Anpfiff das Badener-Lied aus tausend Kehlen erschallen.

Vom “Frisch auf, frisch auf!” war beim SC Freiburg aber wenig zu spüren. Der FC St. Pauli nahm das Heft resolut in die Hand und hatte deutlich mehr Spielanteile. Alleine gefährliche Torszenen waren Mangelware. Eine um die andere gute Chance verstolperte, verschoss und verzog der FC St. Pauli. Der SC Freiburg war noch schlechter, der erste Schuss, der diesen Namen verdiente, flog erst in der 40. Minute Richtung gegnerisches Tor.

In der zweiten Halbzeit war das Spielgeschehen ausgeglichener, aber immer noch auf tiefem Niveau. Etwa 10 Minuten vor Schluss ging der SC Freiburg ziemlich überraschend und entgegen dem Spielverlauf in Führung. Kollege J. mit frisch gekauftem braun-weissem Schal fütterte frustriert das Phrasenschwein: “Wer keins macht, kriegt eins”. Er behielt aber nicht recht, weil der FC St. Pauli vier Minuten später ausglich. Als dem Auswärtsclub in der Schlussphase noch zwei Tore zum 1:3-Schlussstand gelang, war im Stadion der Teufel los. Die Fans des FC St. Pauli lagen sich in den Armen und konnten ihr Glück kaum fassen. “Auswärtssieg, Auswärtssieg” tönte es von überall her. Und hochverdient, meiner Meinung nach.

Wir liessen unseren Bundesliga-Start in der Freiburger Innenstadt bei Bier und Currywurst ausklingen und haben uns vorgenommen, den Besuch bald zu wiederholen.

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Vier Meisterschaften

In der Premier League Saison 2010/2011 stecken vier Meisterschaften.

Wer wird Erster? Um den ersten Platz werden Chelsea FC und Manchester United kämpfen. Die ‹Blues› haben sich verjüngt, die Senioren Ballack, Belletti, Cole, Deco und Carvalho wurden abgegeben, neu dabei sind Yossi Benayoun (Liverpool) und Ramires (Mittelfeld, Benfica Lissabon). Bei Manchester United spielen diese Saison die neuen Stürmer Bebé (Vitória Guimarães) und Javier Hernandez (Deportivo Guadalajara) sowie der Innenverteidiger Smalling (Fulham). Was sich schon im Community Shield zeigte, wird auch diese Saison nicht anders sein: Chelsea und Manchester stehen an der Spitze der Premier League.

Ian Holloway, Trainer der Seasiders

Wer steigt ab? Für Blackpool sehe ich nicht orange, sondern schwarz, die ‹Seasiders› werden auf dem 20. Platz landen, aber attraktive Spiele zeigen, denn Trainer Ian Holloway lässt offensiv spielen und ist selber eine Bereicherung für die Premier League. Abstiegsgefährdet sind alle W-Clubs: West Bromwich Albion, West Ham United, Wolverhampton Wandereres und Wigan Athletic. West Brom hat mit Koren und Greening zwei Stützen verloren und wird wieder absteigen. Beim Kampf am Strich bin ich unschlüssig, Wigan und West Ham schätze ich etwa gleich stark ein. Die ‹Wolves› haben tief in die Transfer-Geldbörse gegriffen und werden sich oben halten können.

Wer wird Dritter? Hier kämpfen Manchester City, Tottenham Hotspur und Arsenal um den sicheren Champions-League-Platz. Auf dem Papier ist alles klar. Die ‹Citizens› mit ihren aberwitzigen Transfers werden Dritter. Weit über 100 Mio. € wurden für Mario Balotelli, David Silva, Yaya Touré, Aleksandar Kolarov und Jérôme Boateng ausgegeben und man will noch weitere Spieler verpflichten. Dem haben die ‹Spurs› und die ‹Gunners› nichts entgegenzusetzen. Für Trainer Roberto Mancini wird der Druck diese Saison noch grösser.

Wer spielt europäisch? Sicher Arsenal und Tottenham. Arsenal wird den vierten Platz und damit die Qualifikation für die Champions League erreichen. Arsenals grosser Transfererfolg ist der Nicht-Abgang von Fabregas und die Verpflichtung von Stürmer Marouane Chamakh. Hinter den Londoner Teams klassieren sich Everton und Liverpool auf den Europa-League-Plätzen. Aston Villa bleibt der undankbare achte Platz, denn nach dem plötzlichen Abgang von Trainer Martin O’Neill müssen sich die ‹Villans› zuerst neu orientieren.

Der Auftakt in die neue Saison beginnt heute um 13:45 Uhr mit dem Spiel Tottenham Hotspur v Manchester City .
Mein Tipp: Die Spurs gewinnen 2:1.

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Die Frisur hält

Beim Wembley-Rasen musste ich gestern an Schwarzkopf Taft denken.

Desso GrassMaster

Das war wohl die wichtigste Erkenntnis aus dem Freundschaftsspiel zwischen England und Ungarn: Der neue Rasen hält. Die 397. Neuverlegung brachte den Durchbruch, der plastic-verstärkte Rasen (Bild) hat sämtliche Tacklings schadlos überstanden. Zweitwichtigste Erkenntnis: England hat in Joe Hart einen fähigen Torhüter, der gestern eine fehlerfreie Partie abgeliefert hat.

Das erwartete Pfeif- und Buhkonzert beim Einlaufen der Engländer blieb aus und die Spieler suchten die Wiedergutmachung beim Publikum durch eine ansprechende Leistung. Insbesondere die neuen Gesichter im Team haben mir einen guten Eindruck hinterlassen. Mittelfeldspieler Adam Johnson konnte viele Impulse geben, der Verteidiger Kieran Gibbs erwies sich als sehr aktiv und interpretierte seine Rolle äusserst offensiv und Bobby Zamora liess seine Torgefährlichkeit mehrmals aufblitzen. Das wären durchaus Spieler gewesen, die man nach Südafrika hätte mitnehmen können. Jedenfalls stehen für die Qualifikationsspiele zur EURO 2012 viele Optionen offen.

Erfreulich neben dem verdienten Sieg über die harmlosen Ungarn ist auch, dass sich kein Spieler verletzt hat, der Saisonbeginn steht ja unmittelbar bevor.

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«I would boo too»

Das Länderspiel gegen Ungarn wird ein schwieriger Start für England.

Hungary Football Federation – Magyar Labdarúgó SzövetségDie Zeiten der magischen Magyaren sind schon seit gut 50 Jahren vorbei, dennoch wird das morgen im Wembley-Stadion eine unangenehme Sache für das englische Team. Erstmals nach dem enttäuschenden Abschneiden in Südafrika zeigt man sich vor eigenem Publikum.

Steven Gerrard ist sich bewusst, dass die Fans im Juni gelitten haben und erklärte heute in einem Interview geradeheraus, dass er auch buhen würde, wenn das Team einlaufe, die ‹Three Lions› hätten es nicht besser verdient.

Ich kann mir das zwar schlecht vorstellen und bin deshalb sehr gespannt, ob wirklich gebuht wird. Noch mehr gespannt bin ich, wer morgen auflaufen wird. Am 7. August hat Capello folgende 23 Spieler nominiert:

T: Ben Foster (Birmingham), Joe Hart (Manchester City), Paul Robinson (Blackburn Rovers);
V: Wes Brown (Manchester United), Gary Cahill (Bolton Wanderers), Ashley Cole (Chelsea), Michael Dawson (Tottenham Hotspur), Kieran Gibbs (Arsenal), Phil Jagielka (Everton), Glen Johnson (Liverpool), John Terry (Chelsea);
M: Gareth Barry (Manchester City), Steven Gerrard (Liverpool), Adam Johnson (Manchester City), Frank Lampard (Chelsea), James Milner (Aston Villa), Ashley Young (Aston Villa), Theo Walcott (Arsenal), Jack Wilshere (Arsenal);
S: Darren Bent (Sunderland), Carlton Cole (West Ham United), Wayne Rooney (Manchester United), Bobby Zamora (Fulham)

Dann ging’s los: Robinson trat zurück, Brown ebenso und Foster und Bent verletzten sich. Morgen wird deshalb Joe Hart im Tor starten, auf der Bank nehmen die U21-Torhüter Frankie Fielding (Blackburn Rovers) und Scott Loach (Watford) Platz. Ich freue mich vor allem auch die neuen Gesichter: Fulhams Stürmer Bobby Zamora, der den zurückgetretenen Emile Heskey ersetzen könnte sowie Arsenals Young-Guns Kieran Gibbs und Jack Wilshere. Hoffentlich können sie das Vertrauen der Fans zurückgewinnen!

Anpfiff im Wembley-Stadion ist um 21:00, ITV 1 überträgt live.

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Blau gegen Rot

Die neue Saison beginnt bald. Untrügliches Zeichen: Morgen steht das Spiel um den Community Shield auf dem Programm.

Im Spiel FA-Cupsieger gegen Meister trifft Chelsea FC auf Chelsea FC. Das macht natürlich wenig Sinn, deshalb rückt wegen der Regel 10 das zweitplatzierte Manchester United in das Spiel um die erste Trophäe der Saison nach.

Charity Shield 1997 Chelsea FC v Manchester UnitedDie ‹Blues› und die ‹Red Devils› sind die prägenden Mannschaften dieses Spiels. Seit 1996 stand immer mindestens eines der beiden Teams im Final. Einzige Ausnahme war das Jahr 2002, als Arsenal Liverpool bezwang. Chelsea und Manchester United trafen schon letztes Jahr aufeiander, Chelsea gewann The Shield erst im Penaltyschiessen.

Interessant dürfte es vor allem wegen Manchesters Neuzugängen Javi Hernandez (von CD Guadalajara, Übername ‘Chicharito’ oder ‘kleine Erbse’) und Chris Smalling (von Fulham) werden. Das Spiel gilt eher als Freundschaftstreffen ohne grösseren sportlichen Wert.

Gespielt wird im Wembley-Stadion, wo ein neuer plastikverstärkter Rasen verlegt wurde, der die endlosen Klagen über die Spielfläche endlich zum Verstummen bringen soll. Anpfiff ist morgen um 16:00 Uhr. France 2 überträgt live.

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Topshots und Topshirts

Der Liverpool FC ist in der Presse. Werden die ‹Reds› chinesisch?

Fernando Torres 9 2010/2011Die Gerüchteküche brodelt. Der Liverpool FC soll von einem chinesischen Investoren übernommen werden.

Über Huang Jianhua, der sich Kenneth Huang nennt, ist wenig bekannt. Geboren 1964 in der chinesischen Stadt Guangdong, Abschluss an der Zhongshan Universität, hervorragender Badminton-Spieler, weitere Studien an der Columbia University und St John’s in New York, dann als erster Chinese an der New York Stock Exchange gearbeitet, das Investement-Unternehmen Rocket Capital gegründet und scheinbar genügend Vermögen erwirtschaftet, um als ernstzunehmender Käufer aufzutreten.

Jedenfalls ist er auf der Liste der potentiellen Käufer, die die aktuellen Besitzer Hicks und Gillett führen lassen. Insider meinen, dass ein Kaufentscheid noch vor Ablauf des Transferfensters Ende August fallen soll.

Fernando Torres kümmert das wenig. Er hat heute erklärt, dass er bei den ‹Reds› bleiben will und noch viele Titel mit dem besten Club gewinnen möchte. Das hören die Fans natürlich gerne und dass sie Torres vergöttern, sieht man auch an der Topliste der verkauften Shirts an, die die BBC zusammengestellt hat.

Trotz mässigem sportlichen Erfolg führt Torres die Liste zum zweiten Mal hintereinander an. Ich habe in der Liste hinter den Namen den Schlussrang der Teams in der jeweiligen Saison angegeben:

2009/10 2008/09 2007/08
1. Torres (7.) 1. Torres (2.) 1. Ronaldo (1.)
2. Gerrard (7.) 2. Ronaldo (1.) 2. Gerrard (4.)
3. Rooney (2.) 3. Gerrard (2.) 3. Torres (4.)
4. Fabregas (3.) 4. Rooney (1.) 4. Rooney (1.)
5. Arshavin (3.) 5. Berbatov (1.) 5. Fabregas (3.)
6. Lampard (1.) 6. Fabregas (4.) 6. Tevez (1.)
7. Drogba (1.) 7. Arshavin (4.) 7. Van Persie (3.)
8. Owen (2.) 8. Walcott (4.) 8. Carragher (4.)
9. Carragher (7.) 9. Nani (1.) 9. Adebayor (3.)
10. Tevez (5.) 10. Lampard (3.) 10. Nani (1.)

Vergangene Saison wurden die Tottenham Hotspur Vierte, was sich aber im Trikotverkauf überhaupt nicht niederschlug. Gleiches muss bei Chelsea festgestellt werden: 2007/2008 wurden die ‹Blues› Zweite, aber Trikots haben vor allem die ‹Reds› verkauft. Vielleicht sollte man es einmal mit einem Sympathieträger probieren?

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Eigengewächs

Die Premier League lernt eine neue Abkürzung kennen: HGP.

Home Grown Players Premier LeagueHGP steht für Home Grown Player, und dieser wird in der kommenden Saison eine wichtige Rolle spielen. Die Premier League will die englischen Spieler verstärkt fördern und hat dazu zwei Regeln in Kraft gesetzt, denen alle Clubs zugestimmt haben. Einerseits soll die Zahl der über 21jährigen Spieler pro Club auf 25 beschränkt werden und andererseits sollen unter dern 25 Spielern mindestens acht ‘Eigengewächse’ sein.

Nun ist es natürlich nicht so, dass ab Mitte August nur noch gebürtige Londoner für Arsenal spielen werden, als Home Grown Player gilt ein Spieler, wenn er vor dem Ende der Saison, in der er 21 Jahre alt wird, mindestens 36 Monate lang in England oder Wales trainiert hat. Der Schweizer Johan Djourou beispielsweise, der seit 16 bei Arsenal spielt, ist also ein HGP.

Mit dieser Regelung umschifft die Premier League die Gefahr der Diskriminierung wegen der Nationalität der Spieler und regt hoffentlich die Nachwuchsarbeit in den Clubs an. Die grossen Clubs werden vermutlich trotzdem ihre Spielerbeobachter aussenden und wohl vermehrt Jungtalente verpflichten. Die Stossrichtung aber finde ich grundsätzlich vernünftig und Fabio Capello ist sicher nicht unglücklich, wenn vermehrt englische Talente gefördert werden.

Die Clubs dürfen daneben beliebig viele unter 21-Jährige in ihr Kader aufnehmen und in speziellen Situationen, wenn beispielsweise zwei Torhüter verletzt sind, kann von der 25er-Regel abgewichen werden.

Stichtag für die neue Regel ist der erste Tag nach dem Schliessen des Transferfensters, spätestens am 1. September um 18:00 Uhr müssen die Clubs das Online-Formular mit ihren Home Grown Players ausgefüllt haben.

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Das Jubiläum der Hutmacher

Luton Town F.C. feiert diese Saison seinen 125. Geburtstag.
Herzliche Gratulation!

Britains Worst Town, mit diesem wenig schmeichelhaften Prädikat ist die Stadt Luton versehen, die rund 50 km nörlich von London liegt. Wer je mit einer Billig-Airline nach London geflogen ist, dürfte mindestens den Flughafen und den Bahnhof von Luton kennen.
Luton Hat-MakerLuton war im 18. und 19. Jahrhundert berühmt für die Produktion von Strohhüten. Die hat-makers oder die hatters prägten das Bild der Stadt und bis heute werden Hüte produziert. Mehr Bilder aus dieser Zeit finden Sie hier bei Luton Today.

So ist es nicht erstaunlich, dass der lokale Fussballclub den Übernamen ‹The Hatters› trägt. Sportlich hat der Club, der am 11. April 1885 aus der Fusion der Wanderers und Excelsior entstand, noch keine grossen Stricke zerrissen. Der grösste Erfolg war wohl der Sieg gegen Arsenal im Final des Football League Cups am 24. April 1988. Damals stand bei Arsenal eine rein englische Mannschaft auf dem Platz, so lang ist das schon her …

Luton Town F.C. machte vor allem mit dem berühmten englischen Komiker Eric Morecambe Furore. Morecambe war grosser Fussball-Fan und wurde 1970 Präsident der ‹Hatters›. Er blieb bis 1977 in dieser Funktion. In seine Zeit fällt der Aufstieg in die oberste Spielklasse. Morecambe baute “seinen” Club in die Sketche seiner Fernseh-Show The Morecambe & Wise Show ein, was dazu führte, dass die Fans aus Dankbarkeit auf der Tribüne die Titelmelodie der Show Bring Me Sunshine sangen. Im Original der TV-Show tönte das so (Eric Morecambe ist der Herr rechts):

Überhaupt waren und sind die Fans begeistert von Eric Morecambe. Das ist natürlich nicht sein richtiger Name; der Komiker trägt als Künstlernamen den Namen seiner Geburtsstadt Morecambe. Als letzte Saison Luton Town F.C. auf den Morecambe F.C. traf, war bei den Anhängern des Komikers natürlich der Teufel los und unzählige Erics bevölkerten das Stadion:

Luton Town F.C. 125 Years The HattersZurück zum Jubilar Luton Town.

Zum Geburtstag liess sich der Club ein Trikot in den Originalfarben aus der ersten Spielsaison schneidern. Die Farbkombination Blau-Rosa tönt nicht wirklich gewinnend, aber das Jubiläumstrikot sieht einfach toll aus.

Die ‹Hatters› werden das Jubiläumstrikot nur für vier ausgewählte Spiele tragen, für die Grosszahl der Spiele wird man vermutlich im gewohnten weissen Trikot und schwarzen Shorts antreten.

Eigentlich schade!

Ich wünsche dem Club und den Fans, dass Morecambes Worte im Song wahr werden:

… In this world where we live,
there should be more happiness …

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Manchester City will es wissen

Für die kommende Saison ist Manchester City nichts zu teuer. Den Titel “Transfersieger” dürfte den ‹Citizens› niemand streitig machen.

Diese Saison soll es endlich mit Titeln klappen. Schliesslich hat Experte Harry Redknapp erklärt, er sehe Manchester City ganz weit vorne. Seine Tottenham Hotspur und Manchester City nehmen zur Zeit zusammen mit Sporting Lissabon und den New York Red Bulls an einen Freundschaftsturnier im Big Apple teil.

Manchester City scheint wild entschlossen, Chelseas Transfersummenrekord zu brechen. Für die neue Saiosn wurden Jerome Boateng, David Silva, Yaya Toure und Aleksandr Kolarov verpflicht, was mit £75 Mio. zu Buche schlug. Weiter möchte man unbedingt dem Inter-Stürmer Mario Balotelli für £25 Mio. verpflichten und der Wechsel von Aston Villas James Milner nach Manchester gilt als gesichert; hier werden weitere £25 Mio. fällig.

Insgesamt wird Besitzer Scheich Mansour aus Abu Dhabi rund wohl £130 Mio. ärmer und sehr ungeduldig auf die ersten Trophäen warten. Chelseas Roman Abramovich hat in seinem ersten Jahr £106 Mio. ausgegeben. Das war 2003; die erste Trophäe folgte am 15. Mai 2005 mit dem ersten Premier-League-Titel. Auch mit viel Geld braucht es Geduld; ein starkes Team formt sich nicht von selbst.

Jo Silva (Autsch) und Evaldo FabianoFussballerisch spürt man noch nicht von alledem. Am Freitag verloren die ‹Citizens› gegen Sporting Lissabon diskussionslos mit 0:2. Trainer Mancini liess sich beim Interview nach dem Spiel aber nichts anmerken, sondern erklärte, er hätte ein tolles Spiel seiner Mannschaft gesehen, ihm hätte alles gefallen. Auf eine Nachfrage hin präzisierte er dann doch noch, man sei etwas langsam gewesen und es sei noch nicht alles so gelungen, wie man es beabsichtigt habe, aber das sei normal, schliesslich hätten 16 Stammspieler gefehlt.

Wenn das so weitergeht, hat Manchester City in der kommenden Saison 22 Stammspieler und 22 erstklassige Auswechselspieler. Das wird interessant, ob und wie Mancini alle Spieler und den Scheich zufrieden stellen kann.

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