SKP

Phillips schlägt die Wolverhampton Wanderers im Alleingang mit 2:1.

Super Kevin Phillips Birmingham CityBirmingham City lag heute Nachmittag zuhause gegen die ‹Wolves› im West Midlands Derby mit 0:1 im Rückstand. In der 63 . Minute schickte Trainer Alex McLeish den Veteranen Kevin Phillips aufs Feld und Phillips tat, was er am besten kann: Er drehte innert fünf Minuten das Spiel mit zwei herrlichen Toren.

Diese Saison stand der 36jährige Stürmer erst einmal in der Startaufstellung der ‹Blues› und in den letzten Spielen, in denen es den ‹Blues› so gut lief, kam er gar nicht mehr zu Einsatz. McLeish hat heute wieder realisiert, was er am Edelbankwärmer Phillips hat und meinte nach dem Spiel:

«Wenn wir den Ball in den Strafraum bringen, erzielt Phillips das Tor … Er steht einfach immer am richtigen Ort, das ist das Markenzeichen eines Genies.»

Die Fans wissen das natürlich schon lange, nicht umsonst nennen sie ihn
SKP – Super Kevin Phillips.

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Abstände

Heute Nachmittag findet das Merseyside-Derby statt. Beide Teams weisen eine aufsteigende Form auf.

Anfield Cemetery

Das Anfield-Stadion der ‹Reds› ist nur durch den Stanley-Park und den riesigen Anfield-Friedhof von Evertons Goodison-Park getrennt. Rund einen Kilometer trennen die beiden Stadion, aber zwischen den Clubs liegen neun Punkte.

Liverpool (41 Punkte) hat in den sechs letzten Premier-League-Spielen viermal gewonnen und zweimal Unentschieden gespielt und weist eine klar steigende Form auf. Allerdings wird Torres heute schmerzlich fehlen.

Evertons (32 Punkte) Formkurve zeigt noch steiler nach oben. Nach einem katastrophalen Saisonstart mit schwerem Verletzungspech haben sich die ‹Toffees› erholt und haben seit neun Spielen nicht mehr verloren. Trainer David Moyes scheint wieder fest im Sattel zu sitzen, was ich ihm sehr gönne. Er ist in meinen Augen einer der fähigsten Trainer der Premier League.

Ich tippe auf ein 1:1-Unentschieden.

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Eine günstige Gelegenheit

Besitzer Stephen Vaughan Jr. möchte seinen Club Chester City loswerden.

One Pound for Chester CityGenau ein Pfund kostet der Club. Allerdings möchte Vaughan, dass der neue Besitzer auch alle Schulden übernimmt.

Die ‹Seals› sind letzte Saison aus der Football League Two in die Football Conference abgestiegen. Dort liegen sie mit
minus 3 Punkten auf dem letztem Platz, weil die Liga ihnen bei Saisonbeginn wegen Insolvenz 15 Punkte abgezogen hat. Sonst wären sie jetzt nur Zweitletzter.

Die Fans hoffen, dass sie Vaughan endlich loswerden und machen mit einem Boykott der Heimspiele Druck, damit endlich etwas geschieht. Die Fanvereinigung City Fans United hat heute allen Clubs in der Football Conference einen bemerkenswerten Brief geschrieben und ihre Position erläutert:

We are writing for three reasons.

Firstly, and most importantly we would like to apologise to you as a fellow Conference Club for how our Club has been run. We are genuinely ashamed that our Club has not honoured contracts; has kept football clubs and our own players waiting for payment …

Secondly, we would like to assure you that we are doing everything in our power to ensure the swift transfer of ownership of the Club to people who will operate in a radically different fashion.

Thirdly, you may have heard that we have called upon our own supporters to boycott home matches until there is a decisive change at the club. This is a decision we have not taken lightly and is amongst the most painful things we can do as loyal supporters. We are asking the supporters of other clubs to support our boycott but of course this is a matter of personal choice …

Ich wünsche den City-Fans, dass sie einen vernünftigen neuen Besitzer erhalten.

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Smalling Superstar

Gestern um 17:00 Uhr schloss das Januar-Transferfenster. Es blieb ziemlich ruhig.

Chris SmallingDie Premier-League-Clubs gaben diesen Januar rund £30 Mio. für Transfers aus. Herzlich wenig im Vergleich mit den £170 Mio. im Jahr 2009 oder den £150 Mio. in 2008.

Grösster Einzeltransfer war der Wechsel von Verteidiger Chris Smalling für £10 Mio. von Fulham zu Manchester United. Sir Alex konnte das Riesentalent Arsenal unter der Nase wegschnappen. Obwohl Smalling wie auch seine Mutter Anhänger der ‹Gunners› sind, spielt er neu im Old Trafford. Allerdings erst nächste Saison, denn bis Mai wurde er gleich wieder an Fulham ausgeliehen. Smalling hat eine rasante Karriere hinter sich; der 20jährige spielte vor knapp zwei Jahren noch bei Maidstone United in der 7. Liga, wechselte im Juni 2008 zu Fulham und jetzt zu den ‹Red Devils›.

Manchester City blieb ebenfalls nicht untätig und übernahm den linken Flügel Adam Johnson von Middlesbrough für £7 Mio.

Bemerkenswert ist sicher der Wechsel des Mittelfeldspielers Craig Gardner von Aston Villa zu Birmingham City, dem Gegner im Second City Derby. Gut verstärkt hat sich auch Tottenham Hotspur, die neu auf die Dienste von Younes Kaboul (Portsmouth) und Eidur Gudjohnsen (Monaco) zählen können.

Den besten Transfer hat meiner Meinung nach aber Liverpool gemacht. Dort verstärkt ein ablösefreier Maxi Rodriguez den Sturm. Rodriguez kommt von Atletico Madrid und war dort früher schon Spielpartner von Fernando Torres. Das wird sich auszahlen.

Die komplette Transferliste finden Sie beim Telegraph.

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Vom Dreikampf zum Kampf

Manchester United verabschiedet Arsenal aus dem Titelkampf

Aus den vier Titeln wird nichts. Die ‹Gunners› können sich nach der 1:3-Niederlage voll auf die Champions League konzentrieren. Für viele Fussballfans auf der Insel wird das Spiel am kommenden Sonntag zwischen Chelsea und Arsenal zur Vorentscheidung für den Titel. Gewinnt Arsenal das Spiel, dann wird Manchester United Meister, gewinnt Chelsea, dann stemmen sie am 9. Mai den Kübel in die Höhe.

Was machen Chelsea und Manchester United besser als Arsenal? Ich glaube, das lässt sich am besten mit Balance umschreiben. Die beiden führenden Teams haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen hungrigen Spieler auf dem Platz. Arsenal hat es in den letzten Transferfenstern verpasst, sich vernünftig zu verstärken, obwohl das Geld vorhanden gewesen wäre. Und mit einer durchschnittlich begabten Jugendtruppe (Ausnahme: Fabregas) gewinnt man die Premier League nicht.

Interessant ist vor allem der enge Kampf um die europäischen Plätze:

Rang Team Spiele Torverhältnis Punkte
4 Tottenham Hotspur 24 45:25 42
5 Liverpool 24 42:26 41
6 Manchester City 22 44:30 41
7 Aston Villa 23 31:18 40

4. Platz = CL-Quali, 5. Platz = Europa Liga

Vom Potenzial her dürfte Manchester City am Schluss auf dem vierten Platz landen, für den fünften Platz wage ich keine Prognose, da ist alles möglich.

Am Tabellenende bleibt es auch spannend. Bereits ab Platz 13 beginnt der Abstiegskampf (AFC Sunderland, 24 Punkte), nur Portsmouth auf dem letzten Platz bleibt klarer Abstiegskandidat, den anderen Teams stehen noch 14 intensive Spieltage bevor.

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Beistand von oben

Das Motto des Marine AFC «Vis Unita Fortior» («Vereinte Kraft ist stärker») scheint nicht auszureichen.

Marine AFC Vis Unita FortiorDer Traditionsclub wird von einer unglaublichen Pechserie heimgesucht.

Die letzten fünf Meisterschaftsspiele gingen verloren, im FA Cup und in der FA Trophy ist man ausgeschieden. Am 21. November 2009 führten die ‹Mariners› zuhause gegen Whitby mit 2:1, aber dann wurde das Spiel abgebrochen, weil die Flutlichtanlage ihren Dienst aufgab. Zudem erlitten in den letzten Wochen gleich drei Spieler Beinbrüche und mussten vom Platz getragen werden.

Jetzt wurde Pfarrer Ealey von der Kirchengemeinde St. Aloysius beigezogen, um den Platz von den Dämonen zu befreien. Pfarrer Ealey sprach ein Gebet und segnete das Spielfeld. Der Clubpräsident ist sich sicher, dass das Schicksal zum Guten gewendet ist: «Wir hatten am FA Cup und der FA Trophy keine Freude, aber jetzt sehe ich den Bogen des Wembley-Stadions am Horizont!»

Die ‹Mariners› spielen in der Premier Division der Unibond League, was der siebten Liga im englischen Fussballbetrieb entspricht. In der gleichen Liga spielt auch der FC United of Manchester.

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Aus der Tiefe des Raumes …

Fussball auf der Insel wird wirklicher. Sky überträgt das Spiel zwischen Arsenal und Manchster United in 3D.

3D in 9 Pubs

In neun handverlesenen Pubs kommen die Gäste diesen Sonntag in den Genuss der ersten 3D-Übertragung eines Fussballspiels. Ab April sollen die Abonnenten auch zuhause Fussball in der dritten Dimension erleben können. Das ist natürlich dumm für diejenigen, die eben ihr sauer Erspartes in ein HD-Empfangsgerät gesteckt haben.

Ob man Portsmouth noch in 3D sehen kann? Ich zweifle. Die Fans machen sich ernsthafte Sorgen, denn die finanziellen Schwierigkeiten ihres Clubs werden immer schlimmer. Zeitweise war heute die Club-Website nicht erreichbar, weil die Rechnung für das Hosting nicht bezahlt werden konnte. Treue Anhänger boten darauf an, dass der Club ihre Fan-Website für offizielle Informationen benützen könne. Der Club braucht wirklich jede Unterstützung, denn man kämpft auch gegen den drohenden Abstieg. Vier Punkte beträgt zur Zeit der Rückstand auf den vorletzten Hull City.

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Bibelfest

Gestern trafen die Bolton Wanderers unter der neuen Leitung Owen Coyles gegen dessen alten Club Burnley.

Owen Coyle is JudasDie mitgereisten Burnley-Fans machten gestern Abend aus ihren Herzen keine Mördergrube und liessen ihren alten Trainer spüren, was sie von seinem Wechsel zu den ‹Trotters› hielten. So schnell wird man vom Gott zum Judas.

Coyle gab sich bibelfest und erklärte nach dem Spiel, das Bolton mit 1:0 gewonnen hatte, die Burnley-Fans würden ihn besser als Moses bezeichnen, schliesslich hätte er den Club aus der Wüste geführt.

Die drei Punkte waren extrem wichtig für die ‹Trotters›, sie liegen jetzt mit einem Spiel weniger auf Platz 15 und weisen 1 Punkt Abstand zur Abstiegszone auf. Burnley hingegen spürt den Sog. Hoffentlich verfügt der neuen Trainer Brian Claws über dieselben göttlichen Kräfte wie sein Vorgänger, um die ‹Clarets› vor dem Abstieg zu retten.

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Aufholjagd

Wegen des Schnees oder der Unentschieden müssen Spiele nachgeholt werden. Zwei interessante Tage liegen vor uns.

Roberto Mancini, Manchester CityDienstag und Mittwoch wird eine beinahe vollständige Runde in der Premier League absolviert. Doch das interessanteste Spiel findet nicht dort, sondern im Football League Cup statt.

Im Old Trafford trifft Manchester United im Halbfinalrückspiel auf Manchester City und muss den 2:1-Rückstand aus dem Hinspiel ausgleichen. Dort liessen sich Doppeltorschütze Carlos Tevez und Uniteds Gary Neville zu beleidigenden Gesten hinreissen. Dass Tevez seinen Ex-Kollegen später als boot-licking-moron bezeichnete, trug nicht gerade zur Entspannung zwischen den verfeindeten Lagern bei.

Jetzt hat sich die Football Association eingeschaltet und an die beiden Trainer appelliert, Vernunft walten zu lassen. Spieler und Betreuer wurde eingeschärft, sich anständig aufzuführen und den beiden “Helden” wurde angedroht, dass die Ereignisse aus dem Hinspiel berücksichtigt würden, falls es am Mittwochabend zu weiteren Entgleisungen käme.

Manchester City hat neben dem Football League Cup auch im FA Cup noch ein Eisen im Feuer. Die Buchmacher setzen die ‹Citizens› auf Platz 2 für den Pokalgewinn. Zuoberst steht dort Chelsea, dem einzigen Verbleibenden aus den Top Four, nachdem sich Arsenal gestern mit einer 3:1-Niederlage gegen Stoke aus dem Traditionswettbewerb verabschiedet hat.

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Der «White Horse Final»

Dieses Wochenende findet die vierte Runde des FA-Cup statt. Wir blättern etwas in den Geschichtsbüchern.

Die Fourth Round Proper steht im FA-Cup an. Im Rennen sind unter anderem Accrington Stanley (gegen Fulham) und Notts County (gegen Wigan), die beide in der Football League Two spielen. Daneben warten weitere interessante Spiele. West Bromwich spielt zuhause gegen Newcastle United und möchte den Führenden der Championship endlich einmal schlagen. Gespannt bin ich auch, wie sich Leeds auswärts gegen Tottenham Hotspur schlägt. Gelingt es den Bezwingern von Manchester United, das nächste Premier League-Team auszuschalten? Alle weitere Informationen finden Sie bei der Football Association.

So oder so, der FA-Cup-Final findet am 15. Mai 2010 im Wembley statt.

Erstmals war das am 28. April 1923 der Fall gewesen. Aus Angst, dass das neue Stadion nicht voll würde, wurde massiv Werbung gemacht für den ersten FA-Cup-Final im Wembley. Am Matchtag herrschte wunderbares Wetter und und weil mit West Ham United ein Londoner Club im Final stand, der andere war Bolton, wurde das Stadion förmlich überrannt. Das Wembley war damals ausgelegt für 125′000 Zuschauer, richtige Eingangstore gab es noch nicht und so drängte eine Menschenmasse, die später von Zeitungen auf 200′000 bis 300′000 Personen geschätzt wurde, zuerst auf die Ränge und dann auf den Platz. An ein Fussballspiel war nicht zu denken.

Menschenmassen auf dem Spielfeld, FA Cup Final 1923

Auch als König Georg V. in seiner Loge erschien, besserte sich die Situation nicht. Erst dem Polizisten G.A. Storey auf seinem Schimmel Billy gelang es, die Massen ein wenig zu verdrängen, gerade so viel, dass weitere berittene Polizei ihn unterstützen konnten.

G.A. Storey auf Billy, FA Cup Final 1923

Nur langsam konnten die Zuschauer bis an den Spielfeldrand gedrängt werden. Die Vordersten mussten eine Menschenkette bilden, um die übrigen Zuschauer zurückzuhalten. Mit grosser Verspätung kamen die Spieler aufs Feld; sie hätten zuerst nur die Köpfe der Zuschauer und die Querlatten der beiden Tore gesehen, erinnerte sich der Bolton-Torhüter später.

Fussball gespielt wurde auch noch; die Bolton Wanderers gewannen gegen West Ham mit 2:0.

Von diesem denkwürdigen Spiel in der englischen Fussballgeschichte gibt es neben lesenswerten Berichten auch bewegte Aufzeichnungen: Denis Higham erinnert sich.

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